railbow setzt ein Zeichen gegen das Vergessen

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Das Netzwerk railbow gedachte am 81. Jahrestag der Befreiung des KZ Sachsenhausen der Opfer des NS-Regimes.

Wir erinnern an die queeren Menschen, die verfolgt, entrechtet und ermordet wurden. Menschen, denen ihre Würde, ihre Identität und ihr Leben genommen wurden. Ihr Schicksal ist kein fernes Kapitel der Geschichte, sondern ein bleibender Auftrag an uns alle.

Erinnerungskultur bedeutet, Verantwortung zu übernehmen. Nicht nur für das, was war, sondern für das, was ist und was kommt. Gerade in einer Zeit, in der der Ton in unserer Gesellschaft spürbar rauer wird, in der Vielfalt zunehmend infrage gestellt und Menschen aufgrund ihrer Identität angegriffen werden, ist dieses Erinnern wichtiger denn je. Es schafft Bewusstsein, es stärkt Haltung und es macht deutlich, wohin Ausgrenzung und Hass führen können.

Das Gedenken hält die Stimmen derer lebendig, die zum Schweigen gebracht wurden. Es schützt davor, dass Unrecht relativiert oder vergessen wird. Und es erinnert uns daran, dass Freiheit, Menschenrechte und Vielfalt keine Selbstverständlichkeiten sind, sondern Werte, die jeden Tag verteidigt und gelebt werden müssen.

Deshalb stehen wir sichtbar und entschieden für eine offene Gesellschaft, in der alle Menschen sicher und selbstbestimmt leben können. Vielfalt ist keine Randnotiz, sie ist ein zentraler Bestandteil unseres Zusammenlebens.

Gedenken verpflichtet. Zum Erinnern und zum Handeln - heute und jeden Tag.